Britischer Geheimdienst: Russland gehen nach Bombenterror Kamikaze-Drohnen aus

Nach dem Bombenterror gegen Ukrainer
London: Russland hat keine Kamikaze-Drohnen mehr

Mehrere Wochen lang griffen russische Truppen die Ukraine an. Das britische Verteidigungsministerium teilte mit, dass es im Laufe des Tages keine Berichte über Kamikaze-Drohnenangriffe gegeben habe. “Russland hat seine derzeitigen Reserven wahrscheinlich fast erschöpft.”

Nach Angaben Großbritanniens setzt Russland im Krieg gegen die Ukraine zunehmend auf iranische Drohnen. Damit wolle Russland den Mangel an Marschflugkörpern kompensieren, teilte das Verteidigungsministerium in London unter Berufung auf Geheimdienstdaten mit. Seit September haben russische Truppen Hunderte von Raketen gegen die Ukraine eingesetzt, darunter auch sogenannte Kamikaze-Drohnen. “Aber dieser Ansatz hatte nur begrenzten Erfolg”, heißt es in dem Bericht. Die meisten Drohnen wurden von der ukrainischen Flugabwehr zerstört.

Das britische Ministerium erklärte, die Hauptziele des Drohnenangriffs seien taktische Militäranlagen und das ukrainische Stromnetz. In jüngerer Zeit forderten russische Kommandanten jedoch, dass iranische Drohnen auf medizinische Einrichtungen zielen und sie mit Lenkflugkörpern angreifen.

Allerdings seien seit mehreren Tagen keine Kamikaze-Drohnenangriffe mehr gemeldet worden, teilte London mit. “Russland hat seine derzeitigen Reserven wahrscheinlich fast erschöpft, versucht aber möglicherweise, seine Reserven wieder aufzufüllen.”

Laut Londoner Quellen ist es für Russland wahrscheinlich einfacher, neue Drohnen im Ausland zu kaufen, als neue Marschflugkörper zu produzieren. Das britische Verteidigungsministerium veröffentlichte unter Berufung auf Geheimdienste täglich Informationen über den Kriegsverlauf seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine Ende Februar.

Zuvor hatte der Verteidigungsminister der Ukraine, Oleksiy Reznikov, eine Übersicht über das angeblich verbliebene russische Raketenarsenal veröffentlicht. Dementsprechend wurden 829 Boden-Boden-Raketen vom Typ Iskander gestartet, dh mehr als vier Fünftel des Bestands. Bei den Luft-Boden-Raketen Ch-101 und Ch-555 sei noch die Hälfte des Arsenals vorhanden, heißt es.

(Dieser Artikel wurde erstmals am Mittwoch, den 23. November 2022 veröffentlicht.)

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