Dax legt Kurssprung hin – Profi-Shortseller stehen unter Druck

Düsseldorf Mit dem Kurssprung überschritt Deutschlands Leitindex die Marke von 14.500 und stieg am Nachmittag um 0,6 Prozent. bis zu 14.513 Punkte. Die Herbstrallye geht weiter. Seit Ende September ist der Dax um 2.700 Punkte oder mehr als 22 Prozent gestiegen. Der neue Rekord liegt bei 14.570 Punkten.

Am Mittwoch wurde nach Handelsschluss in Deutschland das Protokoll der letzten Sitzung der US-Notenbank veröffentlicht, das die hohen Erwartungen der Börsenhändler rechtfertigte. Alles deutet auf ein langsameres Tempo der Zinssätze ab der nächsten Sitzung im Dezember hin, wobei die Zinserhöhungen zumindest in den USA in sechs Monaten enden. Gute Nachrichten für Aktien- und Anleihenmärkte.

Die Handelsumsätze von 40 Dax-Unternehmen lagen an den ersten drei Handelstagen dieser Woche unter dem Durchschnitt. Etwa 50 Millionen Stück wechseln täglich den Besitzer, mit einem typischen Wert von 60 bis 70 Millionen Papieren. Das wird sich für den heutigen US-amerikanischen Thanksgiving-Feiertag sicherlich nicht ändern, da die Aktienmärkte auf der anderen Seite des Atlantiks geschlossen bleiben.

Angesichts der geringen Umsätze sind auch die bisherigen wöchentlichen Schwankungen äußerst gering. Die Handelsspanne in dieser Woche betrug nur 1 Prozent. Es endete mit 14.485 Punkten an der Spitze und 14.321 Punkten am Ende.

Die besten Jobs des Tages

Doch für Börsenexperte Thomas Altmann vom Investmenthaus QC Partners „zeigt die Vergangenheit, dass die Volatilität insbesondere an umsatzschwachen Tagen zunehmen kann.“ Das sagte er vor Beginn des Handels. Denn dann reichen schon wenige Käufe oder Verkäufe, um den Markt nachhaltig zu bewegen. Die vergangenen drei Handelstage waren die „Ruhe vor dem Sturm“.

Laut technischem Analysten Jörg Scherer von HSBC Deutschland war diese “stabile Seitwärtsposition oft ein ideales Medium für den nächsten Trendimpuls”. Das schreibt er, bevor der Handel beginnt.

Auf der anderen Seite könnte dies zunichte gemacht werden, wenn das Tief vom Dienstag von 14.344 Punkten erreicht wird. Schlüpfen Sie unter den 17. November. ein Tief von 14.150 Punkten dürfte sogar zu einer deutlichen Ausweitung der aktuellen Atempause führen. Im Norden definiert das Hoch von Anfang Juni bei 14.709 Punkten den nächsten Widerstand.

Die meisten Spezialisten sind pessimistisch

Der Dax sollte diese Woche aus dieser Handelsspanne von einem Prozent ausbrechen. Denn die Einschätzung der aktuellen Umfrage der Frankfurter Wertpapierbörse unter mittelfristig orientierten Privatanlegern skizziert zwei Szenarien für die kommenden Handelstage. Beide bieten eine gute Unterstützung für den deutschen Leitindex. Denn trotz der engen Handelsspanne der letzten Tage hat die überwiegende Mehrheit der Pessimisten unter den Anlageprofis, die auf fallende Kurse setzen, nicht nachgelassen.

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Nur wenige neutrale Anleger kauften in den letzten Tagen trotz eines kleinen Pullbacks. Es gibt Anzeichen für eine gewisse Befürchtung dieser Anleger, dass ihre eigenen Ergebnisse hinter einer möglichen Jahresendrallye zurückbleiben könnten.

Zwei mögliche Daxo-Szenarien

Im ersten Szenario des Verhaltensökonomen Joachim Goldberg, der die Umfrage auswertet, dürfte eine größere Zahl von Pessimisten bei fallenden Kursen Short-Positionen zwischen 13.900 und 13.950 Punkten schließen.

Diese Marke ist gegenüber der letzten Woche um 200 Punkte gestiegen und zeigt, dass immer mehr Leerverkäufer die Idee aufgeben, mit den von ihnen verkauften Produkten immer noch große Gewinne zu erzielen.

Der Verkauf von verpackten Produkten ist eine Säule des Marktes. Denn Leerverkäufer leihen sich zunächst Aktien und verkaufen sie sofort wieder, in der Hoffnung, sie vor dem Rückzahlungstermin günstiger zurückkaufen zu können. Die Differenz zwischen dem Verkaufspreis und dem Rücknahmepreis ist ein Gewinn, von dem diese Profis derzeit nur träumen können.

Im zweiten Szenario stehen diese Bären bei steigenden Preisen unter dem Druck, ihre Short-Positionen zu verkaufen, um zu verhindern, dass diese Verluste zunehmen. Dies soll, so Goldberg, “mit entsprechenden Kapitulationskäufen letztendlich zumindest für etwas kurzfristigen Druck sorgen”. Ein Short Squeeze ist ein bemerkenswerter Kursanstieg, der meist nicht von entsprechend positiven Nachrichten begleitet wird.

Schauen Sie sich einzelne Werte an

Encavis: Gemeinsam mit dem norwegischen Solarparkentwickler Solgrid übernimmt das Unternehmen einen weiteren Solarpark in Schweden. Die Aktie legte um 3,5 Prozent zu.

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Bechtle: Der IT-Dienstleister baut mit der Übernahme des Systemhauses ACS sein UK-Geschäft aus. Zu den ACS-Kunden, mit denen Bechtle in der Vergangenheit zusammengearbeitet hat, zählen regionale Unternehmen, Konzerne und öffentliche Einrichtungen. ACS wurde 1995 gegründet und beschäftigt 93 Mitarbeiter in Northampton. Zum Kaufpreis machte Bechtle keine Angaben. Der Aktienkurs profitiert vom Kauf und steigt um 0,8 Prozent.

Rémy Cointreau: Die starke Nachfrage in China und den USA sowie strengere Kostenkontrollen führten zu besser als erwarteten Ergebnissen für den französischen Spirituosenkonzern. Der Vorstand geht jedoch davon aus, dass sich die hohe Nachfrage innerhalb eines Jahres normalisieren wird. Die Aktien fielen um 0,1 Prozent.

LEG-Immobilien: Papiere verteuern sich um 7,2 Prozent. Die Analysten von Morgan Stanley stuften die Aktie von „Untergewichten“ auf „Übergewichten“ hoch.

Unipers: Unterdessen fielen die Aktien des zusammenbrechenden Gasriesen um mehr als 13 Prozent. Neben bereits bekannten Rettungsplänen beträgt das genehmigte Kapital bis zu 25 Milliarden EUR soll durch Ausgabe neuer Aktien geschaffen werden, die nur vom Bund gezeichnet werden.

Hier gelangen Sie zur Seite mit dem Dax-Kurs, hier finden Sie die aktuellen Dax-Tops und -Flops.

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