“Sonnen auf der Krim im Januar”: Kiew: Keine Kampfpause wegen Minustemperaturen

“Sonne auf der Krim im Januar”
Kiew: ohne Kampfunterbrechung wegen Minusgraden

Werden die Fronten im Ukrainekrieg im Winter zufrieren? Das Verteidigungsministerium in Kiew weist es zurück: Auch bei Minusgraden werden die Feindseligkeiten nicht aufhören. Präsident Selenskyj berichtet derweil von anhaltenden schweren Kämpfen im Donbass.

Das Verteidigungsministerium in Kiew dementierte die Vermutungen westlicher Medien und Militärs, dass die Kampfhandlungen an den Fronten im Winter ausgesetzt werden könnten. „Wer von einer möglichen „Kriegspause“ wegen Minustemperaturen im Winter spricht, hat sich im Januar wohl noch nie an der Südküste der Krim gesonnt“, berichtet die Behörde auf Twitter.

Unterdessen berichtete der Präsident der Ukraine, Wladimir Zelensky, in seiner täglichen Videobotschaft über die anhaltenden schweren Kämpfe im Donbass in der Ostukraine. Laut Selenskyj wird vor allem um Donezk heftig gekämpft. „Obwohl es aufgrund des sich verschlechternden Wetters weniger Angriffe gegeben hat, bleibt die Zahl der russischen Artillerieangriffe leider hoch.“ Es gibt auch Berichte über Kämpfe aus der Region Luhansk. Allein am Sonntag hätten die Russen fast 400 Granaten abgefeuert, sagte Selenskyj.

Der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine hat zuvor über die Fortsetzung der Feindseligkeiten in verschiedenen Gebieten der Front im Osten des Landes berichtet. Der Vormarsch mehrerer russischer Truppen wurde bei Luhansk zurückgeschlagen.

Selenskyj: Tausende Raketen in der Ukraine

Laut Selenskyj hat Russland seit Beginn des Angriffskrieges gegen die Ukraine bereits rund 4700 Raketen auf Ziele im Nachbarland abgefeuert. „Hunderte unserer Städte sind praktisch niedergebrannt, Tausende Menschen wurden getötet, Hunderttausende nach Russland abgeschoben“, sagte Selenskyj in einer Videobotschaft an die internationale Organisation La Francophonie, deren Vertreter sich im tunesischen Djerba trafen. „Und Millionen von Menschen verließen die Ukraine, um in anderen Ländern Schutz vor dem Krieg zu suchen“, sagte er.

Erst am vergangenen Dienstag hatte Russland fast 100 Raketen auf die Ukraine abgefeuert. „Hunderte verschiedene Raketen auf unsere Städte, auf Wohngebäude, auf Unternehmen, auf Kraftwerke“, sagte Selenskyj. Als Folge dieser Angriffe waren mehr als 20 Millionen Menschen vorübergehend ohne Strom. Selenskyj appellierte an die Länder, die Freunde der Frankophonie sind, um Hilfe. „Die Ukraine will wirklich Frieden. Aber um den Frieden wiederherzustellen, braucht es Unterstützung.” Eine Rückkehr zum Frieden sei durchaus möglich, sagte er. „Aber es ist möglich, wenn jeder auf der Welt erkennt, dass niemand auf der Welt einen einzigen Tag des Terrors verdient.“

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